Kita Grundsteine

Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit

 

„Hilf mir, es selbst zu tun.“
Maria Montessori

Das Spiel steht im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit, wozu unter anderem das Freispiel zählt. Dieses erachten wir als eine wichtige Methode in unserer Tagesgestaltung.

Das Freispiel kann individuell, von Kindern und Erziehern, gestaltet werden. Wir bieten den Kindern, durch eine vorbereitete Umgebung, die Möglichkeit unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln, Kompetenzen zu erwerben und zu vertiefen.

Kinder verfügen über ein großes Repertoire an Gedanken, Stärken und Ideen, die sie im Freispiel ausleben können.

Für die Kinder bedeutet Freispiel…
… ihre Ressourcen auszuschöpfen.
… den Mut zu besitzen, Neues zu entdecken.
… ihre Kreativität auszuleben.
… sich gegen andere durchsetzten zu können, aber auch das Miteinander zu pflegen.
… zu lernen, mit Frustrationen umzugehen.
… sich selbst wahrzunehmen, auszuprobieren, sich zu spüren und sich in ihrer Rolle wiederzufinden.
… Selbstständigkeit.

Unser Ziel ist es das Kind dort abzuholen wo es sich gerade in seiner Entwicklung befindet. Durch Beobachtung des Kindes in seinem Tun, kristallisieren sich Entwicklung und Themen der Kinder heraus, die aufgegriffen werden und durch unterschiedliche Angebote und Projekte der ErzieherInnen vertieft und gefördert werden. Wir legen Wert darauf, dass auch unsere Jüngsten selbst entscheiden dürfen ob sie an Angeboten und Projekten teilnehmen wollen.

Bildungs- und Lerngeschichten

Zur Beschreibung und Dokumentation der Lernprozesse Ihres Kindes führen wir die individuellen Entwicklungsbeobachtungen nach den „Bildungs- und Lerngeschichten“ von Magret Carr durch. Grundlage dafür ist die genaue Beobachtung der Kinder, um ihre Stärken, aktuellen Interessen, Fähigkeiten sowie ihre Lernfortschritte zu erkennen. So können wir sie in einem nächsten Schritt optimal unterstützen und eine Vertiefung ermöglichen, in dem wir weitere Materialien zu Verfügung stellen, den Raum entsprechend gestalten, Angebote und Interaktionen danach ausrichten.

Nach der genauen Beobachtung und Dokumentation der beobachteten Lernsituation, tauschen wir uns im Team darüber aus und schreiben dann im Anschluss die Bildungs- und Lerngeschichte, die im Portfolio des Kindes ihren Platz findet. So hat Ihr Kind jederzeit die Möglichkeit die Geschichten mit vielen Fotos anzuschauen. Sie drücken unsere Anerkennung und Wertschätzung aus und unterstützen damit auch das natürliche Bedürfnis der Kinder zu Lernen und Neues zu entdecken. Außerdem dienen sie, im Rahmen des gesamten Portfolios, dem Austausch in Elterngesprächen.
Ergänzend setzen wir in den U3 Gruppen die „Beller Entwicklungstabelle“ ein. So erhalten wir ein aussagekräftiges Entwicklungsprofil über jedes Kind und stellen sicher, dass dies durch Beziehungsarbeit und engem Kontakt entsteht.

Zur Vorbereitung des jährlichen Entwicklungsgespräches mit den Eltern, das immer um den Geburtstag des Kindes herum stattfindet, nutzen wir den „Grenzsteinbogen“ um den Blick auf das Kind zu vervollständigen.

Die Eingewöhnung

Der Übergang von der Familie in die Kita eröffnet dem Kind eine neue Welt und ist dementsprechend ein großer Schritt, der vielfältige Herausforderungen mit sich bringt: Das Kind baut Beziehungen zu fremden Menschen auf, begegnet anderen Kindern, lernt eine neue Umgebung und Tagesabläufe kennen und findet seinen Platz in der Gruppe.

Damit Ihr Kind gut ankommen kann und sich in der Kita sicher und geborgen fühlt, braucht es Zeit und die liebevolle, kontinuierliche Begleitung der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte. Die Eingewöhnungszeit gestalten wir individuell nach den Bedürfnissen des Kindes und orientieren uns dabei an dem bewährten Berliner Eingewöhnungsmodell. Dauer und Verlauf der Eingewöhnung variieren von Kind zu Kind.