Nachbarschaftstreff

Krumme Dinger

Laufzeit: seit Mai 2015

Im Rahmen des Projektes wird die Idee eines wöchentlichen Obst- und Gemüsestandes entwickelt und umgesetzt.
An diesem Stand werden Waren, die von Erzeugern und Händlern zwar aus dem regulären Verkauf aussortiert wurden, aber viel zu schade für die Tonne sind, auf Spendenbasis an BewohnerInnnen des Stadtteils abgegeben.

Mit der Umsetzung des Projektes sollen 1-2 ehemalige AGH-Teilnehmer unserer Einrichtung die Gelegenheit eines geringfügigen Zuverdienstes erhalten, insbesondere aber auch in ihrer Teilhabe am sozialen Leben bestärkt werden.

Neben der sozialen Integration von arbeitssuchenden Menschen ist uns der umweltpädagogische Aspekt unseres Projektes besonders wichtig:
- Wir wollen die Verwertung von Nahrungsmitteln optimieren
- Wir legen Wert auf eine plastikfreie Abgabe der Waren
- Wir wollen unsere Transportwege unter ökologischen Gesichtspunkten gestalten

Aktuell:
Seit Anfang Juli ist der Obst - und Gemüsestand nun als Aktionstisch Essbar installiert.
Jeden Mittwoch ab 14.00 Uhr wird der Tisch neben der Bücherzelle auf dem Else-Liefmann-Platz aufgebaut.
Es konnten bereits zwei Erzeuger gefunden werden, die uns regelmäßig Obst und Gemüse spenden, so dass der Tisch bislang immer gut gefüllt ist. Dazu kamen auch schon spontane Spenden von Kleingärtnern der näheren Umgebung



Der Aktionstisch Essbar ist offen für alle.


Wir danken
allen, die unseren Tisch mit ihren Obst- und Gemüsespenden bereichern

sowie für die finanzielle Unterstützung:

Diakonie Baden      Woche der Diakonie




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Ausgabestelle für Sportbedarf für Kinder und Jugendliche


Laufzeit: ab Herbst 2014

31% der über 10.000 Menschen in Weingarten lebt von Transferleistungen. Weingarten verzeichnet mit 10,5% den höchsten Anteil an arbeitslosen Menschen in Freiburg. Es leben überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche in diesen Bedarfsgemeinschaften.
In jedem vierten Haushalt leben Alleinerziehende mit Kindern. Darüber hinaus gibt es viele Wenig- und Geringverdienende, die ebenfalls nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um ihre Kinder adäquat am gesellschaftlichen Leben teilnehmen lassen zu können. Knapp 70% der Kinder und Jugendlichen in Weingarten haben einen Migrationshintergrund.

Weingarten gilt, nicht nur in Freiburg, gemeinhin als ein sozial besonders benachteiligter Stadtteil. Die messbaren Größen, wie niedriger Bildungsgrad, Hartz-IV-Bezug, alleinerziehend und Migrationshintergrund, sind zugleich die größten Risikofaktoren, um von materieller Armut betroffen zu werden.

Ziel des Projekts ist deshalb, Kindern und Jugendlichen, primär aus Weingarten, die Teilhabe sowohl am Sportunterricht ihrer Schulen, wie auch in Sportvereinen und ihrer Freizeit, durch kostenneutrale Beschaffung angemessener Sportkleidung und Sportbedarf, zu ermöglichen.

Durch die Bildungsgutscheine werden teilweise Mitgliedsbeiträge abgedeckt, die dafür notwendige Ausstattung ist jedoch aus Eigenmittel zu erwerben, was viele Familien finanziell überfordert.

Durch die Schaffung der Sportartikelkammer soll dieses Primärziel erreicht werden.
Darüber hinaus wird durch das Angebot die Hemmschwelle für Gesundheitsbewusstsein und proaktive Freizeitgestaltung gesenkt.

Die Kleiderkammer dient auch als Medium für Begegnungen und ist eingebunden in ein umfangreiches Netzwerk aus Einrichtungen des Trägervereins (Kinder- und Jugendzentrum Weingarten und Evangelisches Kinderhaus), der evangelischen Kirchengemeinde und weiteren sozialen Einrichtungen im Quartier (Quartiersarbeit, Weingartner Arbeitsgemeinschaft Soziales).
Zudem bietet sie eine Schnittstelle zu der Angebotspalette des Nachbarschaftstreffs (Schuldnerberatung, Elterngruppen, Sprachkurse usw.).

Die Erweiterung des Angebots ist für den Bereich Musikinstrumente angedacht.


Weitere Informationen unter Angebote & Gruppen


Spendenaufruf


Wir danken

den vielen Sachspenderinnen und Sachspendern,

sowie für die finanzielle Unterstützung:

                Wilhelm Oberle-Stiftung              Thomas Staebe-Stiftung        Ida-und-Otto-Chelius Stiftung



Wir helfen Kindern



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Raus aus den Schulden - rein ins Leben!

Laufzeit: seit Mai 2012

Im Rahmen des Projektes wird seit Mai 2012 im Nachbarschaftstreff eine integrierte Schuldenberatung geboten, die direkt vor Ort Familien aus dem Stadtteil bezüglich ihrer finanziellen Situation berät.

Ziel ist es, schnelle und direkte Hilfe zu schaffen, bei der die Beratung einsetzt bevor die Schuldenspirale ihren Lauf nimmt.

Neben dem Angebot der Einzelberatung für konkret Betroffene werden auch Informationsveranstaltungen zum Themenkreis für unterschiedliche Altersgruppen durchgeführt.
Nachdem Beratungen anfangs im Wesentlichen vom Besucherkreis des Nachbarschaftstreffs wahrgenommen wurden, wurde in der 2. Jahreshälfte das Angebot zunehmend auch von Stadtteilbewohnern nachgefragt, die davor noch keinerlei Kontakt zum Nachbarschaftstreff hatten.

Die pädagogische Fachkraft absolvierte eine Fortbildung „Soziale Schuldnerberatung“.

 

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Mitbestimmen & Mitgestalten

- Menschen aus unterschiedlichen Kulturen aktiv in Weingarten


Der Stadtteil Weingarten ist geprägt durch seine dichte Hochhausbebauung und den hohen Anteil an Bewohner/innen mit Migrationshintergrund. Bewegt man sich in Weingarten, z.B. im Einkaufszentrum fällt einem die Vielfalt der Kulturen auf. Weniger deutlich wird dies bei öffentlichen Veranstaltungen und Gremien im Stadtteil. Hier sind die Menschen mit Migrationshintergrund bislang kaum vertreten. Insbesondere Frauen aus unterschiedlichen Kulturen sind in den vorbereitenden Gremien nicht präsent. Ziele des Projektes sind: Aufbau von interkulturellen Gruppen, die bedürfnisorientiert gestaltet werden; Anregung zur Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Werten/ Kulturen/Religionen und Planung öffentlicher Veranstaltungen zu diesem Thema; interkulturelle Öffnung der Gremien zur Vorbereitung von öffentlichen Veranstaltungen im Stadtteil und Angebote für Väter den Bereich Beziehung und Erziehung ihrer Kinder mitzugestalten.

  1. Treffmöglichkeiten von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen werden geschaffen, insbesondere von Frauen und Müttern mit (Klein-)Kinder. Diesen stehen regelmäßig zweimal pro Woche Räume im Nachbarschaftsreff zur Verfügung, die sie nach ihren Bedürfnissen nutzen können. Eine Kinderbetreuung steht zur Verfügung, damit auch Mütter mit Kleinkindern Raum haben sich in die Gruppen einzubringen. Die Gruppen werden von einer pädagogischen Fachkraft begleitet. In enger Zusammenarbeit mit diesen Gruppen und der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde werden Veranstaltungen zur Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Werten/ Kulturen/ Religionen geplant und durchgeführt.
  2. Vorbereitende Gremien von öffentlichen Veranstaltungen im Stadtteil finden künftig in enger Kooperation mit bestehenden interkulturellen Gruppen und einzelnen Bewohner/innen mit Migrationshintergrund statt, z.B. Frauenfest, Gemeindefest, Sommerfest Kinder- und Jugendzentrum, Feste auf dem Abenteuerspielplatz. Insbesondere Frauen aus unterschiedlichen Kulturen werden motiviert in der Stadtteilöffentlichkeit sichtbar zu werden und ihre Fähigkeiten bei der Planung und Gestaltung von Veranstaltungen einzubringen.
  3. Mehrere Vater-Kind-Angebote werden im Projektjahr mit Eltern mit Migrationshintergrund nach ihren Bedürfnissen geplant und durchgeführt.


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Klasse Eltern

Der Aufbau von niedrigschwelligen Bildungs- und Kommunikationsstrukturen, die es den Eltern ermöglichen, mehr an der schulischen Entwicklung ihrer Kinder teilzuhaben, sich besser in den Alltag des Kinder- und Jugendzentrums Weingarten einzubinden und dieses mitzugestalten. Damit soll eine weitere Öffnung der Institution hin zu mehr Heterogenität und Teilhabechancen erfolgen. Die stärkere Einbindung der Eltern in die pädagogische Arbeit kann als Bildungsarbeit dahingehend verstanden werden, da eine Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Werten, Kulturen und Religionen erfolgt. In Form von Elternabenden, in denen unter anderem Fachvorträge zu der die Lebenswelt der Eltern und das Schulsystem relevanten Themen stattfinden, wird der Bildungsprozess fachlich unterstützt.
 

  1. Regelmäßige Treffen der Eltern werden initiiert, insbesondere für Frauen und Mütter, in denen die eigenen Erfahrungen und Probleme die Lebenswelt und das Schulsystembetreffend, thematisiert werden. Unterstützt werden die Elternabende durch zwei Fachvorträge, die den Eltern weitere Handlungsspielräume im Alltag aufzeigen sollen.
  2. Eine stärkere Einbindung der Eltern in Tätigkeitsbereiche des Kinder- und Jugendzentrums soll erfolgen. Dies erfolgt in Form niedrigschwelliger Angebote, wie in Form von einer Mitarbeit beim Mittagstisch oder aber in Form von Übersetzertätigkeiten. Die Eltern haben damit unter anderem die Möglichkeit, den Monatsbeitrag für die Flexible Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder zu refinanzieren.
  3. Dass die Eltern, insbesondere Frauen und Mütter mit (Klein-)Kindern, die Möglichkeit haben, sich zu engagieren, wird mitunter dadurch ermöglicht, dass eine Kinderbetreuung zur Verfügung steht.


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